Internationaler Verband der Tarifeure


Prof. Dr. Kurt Spera – 45 Jahre IVT Präsident

 

Neben dem auf den 3. Oktober 2015 fallenden 25. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands hatten die an diesem Tag an der erweiterten Präsidiumssitzung des IVT in Sopron Teilnehmende Anlass, eines weiteren, die Mitglieder des IVT unmittelbar betreffenden Jubiläums zu gedenken. Dieses Gedenken gilt einem Ereignis, das für den größten Teil des Lebenswerks von Prof. Dr. Kurt Spera maßgebend war. Gemeint ist damit die 1970, d.h. vor 45 Jahren erfolgte Wiedererrichtung des seit 1911 bestehenden aber durch die politischen Ereignisse ab 1939 an jeglichen Aktivitäten gehinderten Internationalen Verbands der Tarifeure. Mit dieser Wiedergründung des IVT im Jahr 1970 wurde auch das erste Präsidium bestellt, was Prof. Dr. Kurt Spera die Führungsrolle des Präsidenten beschert hat. In der Folge wurde dann ab dem Tarifeurkongress 1972 der Präsident jeweils auf die Dauer von 4 Jahren gewählt, was bis heute der Fall ist.

Von 1970 bis heute währt somit nunmehr auch schon die Tätigkeit von Prof. Dr. Kurt Spera als Präsident dieser Institution.

Als ersten Glanzpunkt konnte der wiedererrichtete IVT 1972 in Wien den III. Internationalen Tarifeurkongress ausrichten, dem weitere in Budapest, Badgastein, Sarajevo, Regensburg, Bad Tatzmannsdorf, Subotica folgten, die durch Internationale Symposien in Luzern, Wien, Budapest, Sopron und Prag ergänzt wurden. 

Als Veranstaltungen der letzten Jahre seien die 100 Jahrfeier des IVT in Triest, die Mitgliederversammlung in Koper sowie die erweiterten Präsidiumssitzungen des Verbands in Bratislava und in Belgrad hervorgehoben. 

Alle diese und eine Fülle weiterer Aktivitäten beruhen auf der unermüdlichen Hingabe von Prof. Dr. Kurt Spera an die Zielsetzungen des Verbands und deren Verwirklichung.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Prof. Dr. Kurt Spera mehr als einmal in den letzten Jahren sein Gesundheitszustand schwer zu schaffen gemacht hat. Besonders die Vorbereitungszeit für die Veranstaltung in Sopron war von der akut eingetretenen Notwendigkeit einer Herzoperation mit allen möglichen unangenehmen Begleiterscheinungen geprägt und alle waren mehr als erleichtert, dass Prof. Dr. Kurt Spera das Spital zwar geschwächt aber insgesamt unversehrt und dank der gelungenen Operation auch mit guten Aussichten auf ausreichende Wiedererlangung der gewohnten Schaffenskraft verlassen konnte. 

Wenn er sich auch – entsprechend dem Rat der Ärzte - noch schonen soll, wissen wir doch gleichzeitig, dass die Arbeit für den Verband und seine Veranstaltungen sein Lebenselixier sind. 

In diesem Sinne wünscht der IVT Prof. Dr. Kurt Spera weiterhin viel Freude und Engagement als Präsident und vielleicht auch für einige Zeit etwas Ruhe von zu häufigem Kontakt mit den Chancen und Risiken des Medizinbetriebs.

Gratulation

 

Frau Mag. Katharina Stöckl hat erfolgreich Ihr Studium an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck abgeschlossen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit "Logistische Prozesse im Vergleich von Leistungsbe-dingungen und Preisstrukturen der Verkehrsträger Schiene und Straße" wurde sie von Herrn Hon. Prof. Dr. Kurt Spera betreut und ihre Arbeit wurde mit gut bewertet. Der IVT wünscht ihr zu dieser Leistung alles erdenklich Gute und den Start in eine ausgezeichnete Berufslaufbahn.

Hon. Prof. Dr. Kurt Spera – 85 Jahre

 

Nachfolgender Artikel ist in der Zeitschrift für den internationalen Eisenbahnverkehr Nr.3/2013 erschienen:

 

Der Umstand, dass Hon. Prof. Dr. Kurt Spera, Conseiller honoraire der OTIF seit 1999, am 5. August 2013 seinen 85. Geburtstag feiert, ist – nach entsprechenden Beiträgen den Jahren 1998 (Zeitschrift Nr. 4/1998), 2003 (Zeitschrift 3/2003) und 2008 (Zeitschrift Nr. 3/2008) - erneut Anlass, die Bedeutung dieses unermüdlichen Vorkämpfers für die optimale Weiterentwicklung, Vereinheitlichung und einheitliche Umsetzung des internationalen Eisenbahnrechts sowohl für die OTIF als auch für die gesamte Eisenbahnbranche zu würdigen. Angesichts seines vorgerückten Alters und dank seiner ungebrochenen geistigen Frische und Schaffenskraft wird immer wertvoller, mit Spera über einen verlässlichen und objektiven Zeitzeugen der Entstehungsgeschichte der OTIF und des von ihr betreuten Rechtsregimes zu verfügen. Insbesondere ist zu hoffen, dass Spera nicht nur in seiner Eigenschaft als Präsident des Internationalen Verbands der Tarifeure (IVT), sondern darüber hinaus als weithin anerkannter Fachmann sein umfassendes Fachwissen und seinen reichen Erfahrungsschatz bei den für die Organisation anstehenden grossen Projekten „Einheitliches internationales Eisenbahnrecht (URL)" und „Revision des COTIF (25. Tagung des Revisionsausschusses)" wird einbringen können.  In diesem Sinne sei Hon. Prof. Dr. Kurt Spera einmal mehr für sein unermüdliches Wirken für die Ziele der OTIF und des internationalen Eisenbahnwesens gedankt und der Wunsch ausgesprochen, dass ihm noch viele weitere Jahre in guter Gesundheit, geistiger Frische und wertvollem Dienst für die Eisenbahnwelt und die Allgemeinheit vergönnt sein mögen.

Gratulation zum Jubiläum

 

Den nachsehenden Beitrag haben wir auszugs-

weise aus der Zeitschrift der litauischen Eisenbahnen „GELEZINKELININKAS“

Nr. 13-14/2013 übernommen: 

 

Wenn wir einen ausländischen Staatsangehörigen wählen müssten, einen der uns am meisten geholfen hat, unseren Schienenverkehr wieder unter den europäischen Eisenbahnen zu etablieren, so stünde Dr. Kurt Spera auf Grund seiner Erfahrung in Verwaltung, Recht und Technologie in der Eisenbahnlogistik auf einem der ersten Plätze.

 

Er war Honorarkonsul von Litauen in Österreich, mit Zuständigkeitsbereich Wien, Niederösterreich, Burgenland und Steiermark. Dr. Spera, der dieser Tage seinen 85-ten Geburtstag feierte, verbrachte unter dem Nationalsozialismus eine schwere Jugend und fand sich nach dem Krieg in einigen Positionen, bis er im Transportunternehmen „Juschnwewschtrans“ zu arbeiten begann. Dann führte ihn der Weg über die internationale Spedition Express zur „Interfracht“ die er von 1961 bis 1988 leitete. Neben seiner Arbeit promovierte er im zweiten Bildungsweg zum Doktor rer. soc. oec.und später habilitierte er sich auch noch.  

 

Derzeit führt er das Beratungsunternehmen Logotrans wo er Fachpersonal für Transport und Handelsunternehmen ausbildet. Daneben hält er Lehrveranstaltungen an den Universitäten in Innsbruck, der Technischen Universität in Dresden sowie an der Wirtschaftsuniversität Wien ab.

 

Ab 1966 stand er 42 Jahre lang den Verein der Tarifeure Wien vor und 1970 wurde er zum Präsidenten des Internationalen Verbandes der Tarifeure (IVT) gewählt. Am 18.2.1972 wurde er vom Präsidenten des Handelsgerichtes Wien zum Allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen für das Fracht und Tarifwesen bestellt und am 1.5.1985 hat ihn die Republik Österreich zum Schiedsrichter bei der Zwischenstaatlichen Organisation für deen internationalen Eisenbahnverkehr (OTIF) ernannt.

 

In seiner weiteren Arbeit hat Dr. Spera jegliche Anstrengungen unternommen um die Reformländer speziell aber Litauen, rasch in die rechtlichen und wirtschaftlichen Strukturen Europas zu integrieren. Im Rahmen der OTIF hielt er vor Vertretern, vor allem osteuropäischer Eisenbahnen Vorträge über die Vernetzung der Eisenbahnfrachtrechte in Ost und West, in die er seine reiche persönlichen Erfahrung einfliessen lassen konnte. Auch in den Projekten der EU (PHARE und TACIS) hat er seine Kenntnisse zum Wohl der Litauischen Eisenbahnen eingesetzt, was im Abschlussbericht für das Litauenprojekt als sehr erfolgreich bewertet wurde.

 

Letztlich hat er wesentliche Anstrengungen unternommen, um die Aufnahme Litauen als erste ehemalige Sowjetrepublik in den Verband der OTIF zu ermöglichen. Die Abhaltung der Generalversammlung der OTIF in der Hauptstadt Litauens 1999 und die dortige Verabschiedung des Protokolls von Vilnius betreffend die Änderung des Übereinkommens über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF) kann als sein Verdienst gewertet werden.

 

Im übrigen war er auch in seiner Tätigkeit als Honorarkonsul sehr rege und hat sich für die stete Entwicklung der Beziehungen zwischen Litauen und Österreich eingesetzt, wodurch zahlreiche regionale Partnerschaften zustande gekommen sind.

Gratulation zur bestandenen Rechtsanwaltsprüfung

 

Unser Mitglied Frau Dr. Sandie Calme L.L.M. wurde nach erfolgreicher Absolvierung Ihr Prüfung zur Rechtsanwältin an der Rechtsanwaltskammer von Paris bestellt. Überdies erschien ein Buch mit dem Titel „Der Eigentumsvorbehalt des deutschen und französischen Rechts im europäischen Kontext – zugleich ein Beitrag zum internationalen Insolvenzrecht“/“La réserve de propriété de droit francais et de droit allemand dans le contexte européen – une contribution au droit international de l’insolvabilité“ im  Peter Lang Verlag (siehe http://www.peterlang.com/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailseiten

&seitentyp=produkt&pk=61465&cid=367) 

Wir gratulieren herzlichst und wünschen für Ihre weitere Tätigkeit viel Erfolg!

Gratulation zur Promotion

 

Frau Dr. Dragana Macura MBA (Präsidentin des serbischen Tarifeurvereins UTS) hat am 09.02.2012 den Doktorgrad des Verkehrswesen an der Fakultät Verkehrs und Transportingenieurwesen der Universität Belgrad (www.sf.bg.ac.rs) erworben. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit Multikriteriummodellen zur Auswahl und Ablauf von Eisenbahninfrastrukturprojekten.