Internationaler Verband der Tarifeure


Nachruf für Mirko Andrlic

 

Wieder hat unserem Verband ein schwerer Verlust getroffen, die mit der Nachricht verbunden ist, dass der Ehrenpräsident des Serbischen Vereins Mirko Andrlic im Mai dieses Jahres verstorben ist. Sein Lebensweg begann am 15. August 1943, wo er in Slawonien im heutigen Kroatien geboren wurde. Er war nach seiner Schulbildung erst bei Transped und später bei Centrotrans tätig, wo er sich mit Fleiß einen Namen im Tarifwesen machen konnte. Später gehörte er dem Jugoslawischen Tarifeur-Verein seit dessen Gründung 1974 an. Ab 2004 war er Präsident des Serbischen Tarifeur-Vereins. In dieser Funktion nahm er aktiv an allen Aktivitäten dieser Institution teil und erwarb sich dank seiner Fachkenntnisse hohes Ansehen unter seinen Kollegen in Europa. Als Mitglied und Präsident des Vereins war er Autor mehrerer Publikationen wie: Terminologie des kombinierten Verkehrs, fachliche Wörterbücher (2000, 2013), Handbücher (2001), Organisation der fachlichen Sommer-Schule (2002), Jubiläum für Respekt (2005). Später wurde er in Anerkennung seines Wirkens zum Ehrenpräsidenten des Serbischen Vereins gewählt und gehörte auch dem Präsidium des Internationalen Verbandes der Tarifeure (IVT) an. Er hat es immer verstanden sich durch seine konziliante und wohlmeinende Art weltweit Freunde zu schaffen, sowie an großen Netzwerken teil zu haben. Wir alle verlieren mit Mirko Andrlic einen wertvollen Zeitgenossen, dessen Begleitung wir uns noch viele Jahre gewünscht hätten. So bleibt uns nur das Gedenken an einen liebenswerten Menschen, der stets in unserer Erinnerung bleiben wird.

Ein schwerer Verlust

 

In diesen Tagen trauert der Internationale Verband der Tarifeure um seinen langjährigen Vizepräsidenten und späteren Ehrenmitglied sowie Inhaber des Verbandsabzeichens in Gold Friedrich Ballek, der am 24. November 2014 nach intensivem Kampf gegen eine heimtückische Krankheit  für immer von uns gegangen ist. Fritz am 1. Jänner 1928 in Wien geboren, hat stets mit Stolz von sich gesagt, der älteste Angehörige des Jahrgangs 1928 zu sein und es hat ihm niemand widersprochen. Er besuchte  in Wien das Gymnasium und seine erste Tätigkeit hat ihn in die Spedition zu Gebrüder Weiss geführt, wo er von Anfang an seine große Begabung für das Tarifwesen unter Beweis stellen  konnte. So nahm es auch nicht weiter Wunder, dass ihm sein Chef eines Tages, es muss 1954 gewesen sein, den Auftrag gegeben hat, sich den Tarifeurverein in Wien anzusehen, mit dem Bemerken, vielleicht könne er dort noch etwas dazu lernen. Ein Wort dass viel im Leben von Fritz bewirkt hat. Zumal er in diesem Kreis viele neue Erfahrungen sammeln und verwerten konnte. Er wechselte sodann zur Unilever, einem Unternehmen dem er bis zu seiner Pensionierung treu blieb und das ihm sehr viele Ideen auf dem Gebiet logistischer Leistungen verdankt. Jedenfalls genoss er in seinen Handlungen die Wertschätzung seiner Kollegen und auch die Achtung seiner Geschäftspartner. So setzte es niemand in Erstaunen, dass er mit der Wiedergründung des IVT 1970 als Vizepräsident des Vereins der Tarifeure Wiens die gleiche Funktion in diesem internationalen Gremium bekleidete. Ohne seinen Einsatz und Mitarbeit wäre die Fülle von Internationalen Tarifeurkongressen beginnend von 1972 in Wien bis zu den späteren Veranstaltungen  nicht machbar gewesen, wofür ihm heute Dank und bedeutende Anerkennung gebühren. Selbst in schwierigen Situationen immer zu einem Witz aufgelegt, hat er es verstanden sich mit seiner ruhigen Art durchzusetzen und aufkommende Sorgen mit einem Lächeln zu verscheuchen. Lieber Fritz, du wirst uns in allen Belangen unserer Tätigkeit sehr fehlen und wir die wir noch weiter Gäste auf dieser Erde sein dürfen, werden dir ein stetes ehrendes Gedenken bewahren. Ruhe in Frieden!

Wir betrauern

 

Tief erschüttert geben wir das Ableben des Ehrenvorsitzenden und langjährigen Präsidenten des Deutschen Tarifeur Vereins e.V. und Ehrenmitglied unseres Verbandes Ernst-Günther Prang bekannt, der am 10.6.2013 im 92. Lebensjahr in seiner Heimatstadt Bad Homburg v.d.H. verstorben ist.

 

Ein bewegtes und vielseitiges Leben hat damit seinen Abschluss gefunden, zumal ihm, den am 7.4.1921 in Königsberg (damals Ostpreußen) geborenen nicht in die Wiege gelegt wurde, welche wandelbare Wege sein Schicksal nehmen würde. So wurde er früh zum Militärdienst eingezogen und diente als Soldat in Frankreich sowie später im heutigen Russland, wo er im Zuge der Kampfhandlungen ein Auge eingebüßt hat. Im Lazarett hat er seine spätere Ehefrau kennengelernt, mit der ihm 66 Ehejahre verbunden haben. Mit großem Fleiß hat er dann an seinem beruflichen Aufstieg gearbeitet, wo ihn sein Werdegang zu einer internationalen Spedition in Basel und später zum Handlungsbevollmächtigten in der Zentralleitung des Schenker-Konzerns in Frankfurt a.M. führte. Als Leiter des Tarifbüros oblag ihm der Einkauf von Frachten bei den Bahnunternehmungen und der Abschluss von Sonderabmachungen im internationalen Schienengüterverkehr, Aufgaben die er mit viel Erfolg bewältigte.

 

Besondere Verdienste hat sich Ernst-Günther Prang mit der Gründung das Deutschen Tarifeur Vereins e.V. und mit der Teilnahme am III. Internationalen Tarifeurkongress 1972 in Wien erworben, der letztlich zu einem erheblichen Aufschwung des internationalen Tarifwesens geführt hat. Als langjähriger Vizepräsident des Internationalen Verbandes der Tarifeure (IVT) hat er auch den VII. Internationalen Tarifeurkongress 1988 in Regensburg organisiert, der wie dessen Vorgänger und Nachfolger eine Fülle neuer Erkenntnisse sowie Fortschritte für die internationale Eisenbahnbeförderung mit sich gebracht haben. Wir werden jedenfalls seine tiefe Menschlichkeit und seinen konzilianten Führungsstil sowie die ihm zu eigene prufunde Sachkenntnis nie vergessen, womit ein stetes ehrendes Gedächtnis verbunden ist.

Abschied von Dott. Giorgio Tamaro

 

Es erreicht uns die Schmerzliche Nachricht, dass Dott. Giorgio Tamaro am 23.02.2012 in seiner Heimatstadt Triest verstorben ist. Er war einer der Organisatoren des 100 Jahr Jubiläums unseres Verbandes im Oktober 2011 und alle die ihn kannten, werde ihn in liebenswerter Erinnerung behalten.

 

Hier der kurze Lebenslauf von Giorgio:

Geboren am 11. Juni 1940, promovierte er bereits im Alter von 22 Jahren in Politikwissenschaften. Seinen Wehrdienst absolvierte er als Scharfschütze und rüstete im Rang eines Majors ab. Danach wurde er stellvertretender Generalsekretär der Handelskammer in Triest, sein besonderer Schwerpunkt galt dem Transport. Im Jahr 1980 wurde er zum Generalsekretär der Autonomen Messe von Triest bestellt - eine Position die er bis März 1995 inne hatte. Neben ständigen Aktivitäten im Dienste des Verkehrs und der internationalen Beziehungen verband ihn eine enge Freundschaft mit dem Vertreter von Triest in Wien, Dr. Karl Pelikan, wobei es insbesondere sportliche aber auch wirtschaftliche Beziehungen zwischen Wien und Triest gab. Er war weiterhin aktives Mitglied des Rotary International, des akademischen Basketballclubs Wien und des internationalen Panathlon-Clubs. Seine große Leidenschaft war die Oper und seine positive Einstellung zum Leben, seinen Wunsch, Menschen zusammen zu bringen, die Stärke seines tiefen Glaubens an alles, was er getan hat,  haben ihn zu einem besonderen Menschen, und unvergessliche Freund gemacht.

 

Wir werden Giorgio Tamaro ein stetes ehrendes Gedenken bewahren.