Internationaler Verband der Tarifeure


Zur Organisation

 

Der Internationale Verband der Tarifeure (IVT) wurde 1911 in der Hafenmetropole Triest mit dem Ziel gegründet Heimstätte der damals hoch angesehenen Tarifeure in den Kronländern der Österreichisch-Ungarischen Monarchie sowie deren weit gefächerten Nachbarstaaten zu werden. Die Organisation, die zunächst großen Zulauf hatte, begann sich auf die Bildung nationaler Vereine zu spezialisieren, von denen der bekannteste der Verein der Tarifeure in Wien wurde. Der erste Weltkrieg hat jedoch die angedachte Expansion verhindert und es war schwer nach den Kriegswirren und im Rumpfstaat Österreich an einen Neuaufbau des Verbandes heranzugehen, Dennoch gelang es binnen kurzer Zeit Zweigstellen in den wichtigsten europäischen Zentren zu bilden, womit der erste Tarifeurkongress 1930 in Wien, der unter der Leitung von Prof. Alexander Freud stand, ein beredtes Zeugnis ablegt.

 

1937 beim II. Tarifeurkongress in Prag schien ein Höhepunkt für die Berufs-angehörigen erreicht. Doch zogen hier bereits dunkle Wolken über dem Verbandsgeschehen auf, Kurze Zeit später überfiel Hitlerdeutschland Österreich, der Verband wurde verboten, die jüdischen Mitglieder wurden zur Emigration gezwungen oder kamen in den Todesmühlen des Dritten Reiches ums Leben. Das Verbandsvermögen und die kostbare Bibliothek wurden eingezogen. Der zweite Weltkrieg lichtete auch die Reihen der Tarifeure und die wertvollen Buchbestände verbrannten im Zuge von Bombenangriffen in Hamburg. Dennoch gab es nach Kriegsende wiederholt Versuche internationale  Kontakte zu knüpfen und so konnte 1970 wieder an den Aufbau einer funktionierenden Organisation geschritten werden. Mehrere Tarifeurkongresse und Symposien berichten vom Bemühen des Verbandes das Fachwissen der Transportfachleute sowie Tarifexperten zu heben. Wenngleich die Aufgaben der Berufsangehörigen in den letzten Jahren einen erheblichen Wandel durchgemacht haben, zeigt sich, dass die vielschichtigen Transport- und Logistikerfordernisse von heute einen hohen Wissenstand benötigen, der über die nationalen Vereine, aber auch durch unseren Verband gewährleistet wird.